{BTST 07.14}: Lesbarkeit pro Quadratzentimeter

43. Berliner Typostammtisch

Die Titelzeile wurde gesetzt aus der Mary Read
(Melle Diete, 2008, studierte einst in der Potsdamer Schriftklasse von Luc(as) und zählt nun zum LucasFonts-Team).

43. Berliner Typostammtisch

Am Donnerstag, den 24.7. findet der nächste Typostammtisch statt. Achtung: Dieses Mal treffen wir uns nicht im Max & Moritz, sondern auswärts! Sonja Knecht de Groot (schreibt für die TYPO Berlin und Edenspiekermann) und die LucasFonts GmbH laden uns ein nach Schöneberg.

Luc(as) de Groot wird uns dabei einen Einblick in sein zukünftiges neues Büro gewähren und uns mit einem spannenden Vortrag beglücken.

Der Berliner Holländer muss nicht groß vorgestellt werden: Luc(as) ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftgestalter. Seine funktionalen, akkurat gefertigten Fonts prägen die deutschen Medien von ARD (Thesis) über Spiegel (LF Spiegel) bis Taz (LF Taz III). Für Microsoft entwarf er den Courier-Killer Consolas sowie die Calibri, welche Arial und Times als Standardschriften in Word, PowerPoint & Co. ablöste. Seit 1997 ist er Professor an der FH Potsdam. Im selben Jahr gründete er seine eigene Schriftfirma FontFabrik mit dem Vertrieb LucasFonts.

In seinem Vortrag »Lesbarkeit pro Quadrat­zentimeter« geht es um die praktische Frage, wie sich angenehmes Lesen und Platzknappheit unter einen Hut bringen lassen. Luc(as) testet eine Reihe von Schriften, die als platzsparend und gut geeignet für kleine Größen beworben werden, und versucht durch Manipulation der einzelnen Parameter – Schriftgrad, Zeilenabstand und ‑länge, Zeichenabstand, Kerning, Mikrotypografie, Satzart und Wortabstand – möglichst viel aus den Schriften herauszuholen.

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{BTST 04.14}: Time After Time

42. Berliner Typostammtisch

Die Titelzeile wurde gesetzt aus der Mir (Julia Sysmäläinen, 2013).

42. Berliner Typostammtisch

Kurz bevor sich Berlin ins Osterwochenende verabschiedet, gibt es noch einen Typostammtisch. Am Gründonnerstag wird es bunt – wir erwarten nämlich Kaisa und Christoffer Leka. Manch einer wird die beiden Finnen auf der TYPO 2012 gesehen haben, wo sie eine fulminante Liebeserklärung an das Buch abgegeben haben. Um außergewöhnliche Buchgestaltung wird es auch beim Typostammtisch gehen. Kaisa und Christoffer haben ihr neuestes Werk im Gepäck, eine Graphic Novel namens Time After Time.

Wie weit reicht die Vorstellungskraft? Wo endet die Sprache, wo die Realität? Und was für ein Buch kommt dabei heraus, wenn man über solche Fragen nachdenkt? Für ihr neues Buch begaben sich Kaisa und Christoffer in die Welt der Mythologie und erkundeten, wie uralte Sagen auch heute noch das Leben all jener bereichern können, die sich die Zeit nehmen, sie aufmerksam zu studieren.

Die 304 farbigen Seiten sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit – nicht nur zwischen den beiden, sondern auch mit einer Vielzahl von Schriftgestaltern, Straßenmalern, Illustratoren und Musikern aus aller Welt. Die Gastbeiträge stammen von Szenegrößen wie z.B. Erik van Blokland, Kimya Gandhi, Florian Schick, Nina Stössinger, Lauri Toikka oder Indra Kupferschmid. Sie alle haben etwas beigesteuert zu dem, was Kaisa und Christoffer gern als analog multimedia bezeichnen – eine Mischung aus Geschichten, Schrift, Klängen und Bildern, eingepackt in farbenfrohes Papier und geschmückt mit Briefmarken, die so einzigartig sind, dass sie selbst dem muffligsten Briefträger ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

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{BTST 02.14}: Variablen der Schrift

41. Berliner Typostammtisch

Die Titelzeile wurde gesetzt aus der Lichtspiele Display (Stefan Huebsch, 2014).

41. Berliner Typostammtisch

Als Gast für den ersten Typostammtisch des Jahres 2014 konnten wir Manuel von Gebhardi mit einem Vortrag gewinnen, der unsere 2012 begonnene Serie zum Thema Leserlichkeit fortführt. Manuel studiert an der Burg Giebichenstein in Halle und beschäftigt sich dort im Rahmen seines Abschlussprojekts mit den »Variablen der Schrift«.

Darin begibt er sich auf die Suche nach einem System, das es ermöglicht, die unterschiedlichsten formalen Merkmale aller Schriften möglichst einfach und doch umfassend zu beschreiben. Obwohl der Fokus auf dem lateinischen Alphabet liegt, soll es auch für andere Schriftkulturen funktionieren. Ein solches Ordnungsprinzip kann helfen, Schriftarten gezielt auszuwählen, zu setzen, zu analysieren und letztendlich auch zu gestalten. Ganz entscheidend ist hierbei der organische Ansatz – das System soll offen und flexibel bleiben.

Am Typostammtisch stellt Manuel diese formalen Variablen vor. Daneben wird es um den oft vernachlässigten und gar nicht so banalen Aspekt der Schriftgröße gehen, bei dem es gilt, einige digitale wie bleisatz-technische Fallen zu umgehen. Neben dem Aufzeigen einzelner Probleme beim Vergleich von Schriften werden auch konkrete Lösungsansätze angeboten, welche im Anschluss gemeinsam reflektiert werden können. Weitere Einblicke in die von Prof. Andrea Tinnes und Roman Wilhelm betreute Arbeit gewährt Manuel auf seiner Website.

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{BTST 11.13}: Was haben Tim Ahrens, Erik van Blokland, Karsten Luecke und Georg Seifert gemein?*

40. Berliner Typostammtisch

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der FF Karbid Display (Verena Gerlach, 2011), siehe dazu auch das gerade erschienene Buch.

Mit den Typografen und Schriftgestaltern (und ohnehin Multitalenten) Christoph Dunst und Frank Rausch standen sich in der Entscheidungsrunde des 6. TypoStammQuiz zwei Finalneulinge gegenüber. Mit einem 3:3-Gleichstand trieben sie die Spanung bis zur alles entscheidenden Schätzfrage hoch: »Wie viel Meter ist die Strecke, die man erhält, wenn man die absoluten Werte aller Kerningpaare der FF Quixo Pro Regular in 12pt addiert?«**

Mit 0,01m Vorsprung konnte Frank diese Frage für sich entscheiden. Er geht damit als 6. Quizchampion in die Typostammtisch-Annalen ein – mit dem bisher knappsten aller Siege.

40. Berliner Typostammtisch – 6. Typostammquiz

40. Berliner Typostammtisch – 6. Typostammquiz

40. Berliner Typostammtisch – 6. Typostammquiz

40. Berliner Typostammtisch – 6. Typostammquiz

Ein großer Dank geht an Ilja WankaJens Kutílek, Florian Hardwig (TypoStammQuiz-Rekordmeister), Andreas Frohloff und Jan Middendorp, die mehrere Abende investiert haben, um knackige Fragen zusammenzustellen. Ein Beispiel zum Nachraten: »Wo findet man die Boxer-Fraktur?«***

  1. in der Bibelausgabe der deutschen Quäkergemeinde von Pennsylvania
  2. im fünften Mittelhandknochen
  3. in der Privatpresse von Alfred von Waldersee (1832-1904)
  4. auf dem Plakat Hunde und Schriften des Grafischen Büros Wien

Traditionell – und das ist das Besondere an der Veranstaltung – sorgen die Teilnehmer selbst für die begehrten Preise. Über Bücher, Poster, Tassen, Klamotten, Schriftlizenzen bis hin zu Kuriositäten und Seltenheiten kam so für jeden etwas zusammen. Vielen Dank den edlen Spendern: Florian Adler, Friedrich Althausen, Birgit Brosig, Hannes von Döhren (HvD Fonts), FontFont, FontShop Deutschland, Andreas Frohloff, Jan Fromm, Florian Hardwig, Stefan Hübsch (Typocalypse), Rob Keller (Mota Italic), Jan Middendorp, Tino Meinhart, Klaus Rähm, Nadine Roßa, Patrick Marc Sommer, Julia Sysmäläinen und Ulrike Wilhelm (LiebeFonts). Ich hoffe, niemanden vergessen zu haben.

Ein von FontShop gesponsortes TYPO-Ticket wurde zur Wahrung der gleichen Chancen verlost. Der sehr glückliche Gewinner heißt Hidetaka Yamasaki, ein in Berlin und Potsdam studierender Typofreund aus Japan.

Ein letzter Dank zum Jahresende geht an Georg Seifert, der wie immer den Beamer zur Verfügung stellte.

Die beiden Organisatoren Florian und ich wünschen allen einen entspannten Jahresausklang, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch.

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{BTST 11.13}: Na raten Sie mal!

40. Berliner Typostammtisch

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der FF Karbid Display (Verena Gerlach, 2011), siehe dazu auch das gerade erschienene Buch.

40. Berliner Typostammtisch

Es hilft nichts, es zu leugnen – auch das Jahr 2013 biegt bereits auf die Zielgerade ein. Neben der üblichen Hektik bedeutet dies auf den letzten Jahresmetern aber auch viele Geschenke. Darauf freuen dürfen sich die Ratefreunde, die am nächsten Donnerstag zum TypoStammQuiz erscheinen. Diese legendäre Rätselrunde geht nun bereits zum sechsten Mal über die kleinste Bühne der Hauptstadt.

Diesmal haben wir uns eines Tricks bedient und einige heiße Titelkandidaten schon vorab aus dem Rennen genommen. Ilja Wanka, Jan Middendorp und Andreas Frohloff haben sich gemeinsam mit den Vorjahresfinalisten Jens Kutílek und Florian Hardwig in eine dunkle Friedrichshainer Kammer eingeschlossen und ein spektakuläres Quiz ausgeheckt.

Jetzt seid ihr dran: Bitte prüft, ob ihr oder eure Arbeitgeber passende Preise bereitstellen könnt. Bücher, Plakate, Schriftmuster, Shirts, Gutscheine, Selbstgemachtes – was auch immer ihr am liebsten behalten wollt, her damit! In den letzten Jahren haben wir es sogar geschafft, für jeden Teilnehmer einen Preis bereitzustellen. Vielleicht gelingt uns das auch 2013. Wir freuen uns auf euer Kommen!

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